Pianosex auf einem Bösendorfer

Tori Amos kannte ich bisher nur vom Hörensagen. Ronja erzählte mir des Öfteren von ihr und ließ mich auch schon in den Genuss von 2, 3 Liedern kommen. Ihr fantastischer Stil ist mir schon da aufgefallen. Ich habe ja selbst jahrelang leidenschaftlich Klavier gespielt – musste mich jetzt leider wegen der Uni ziemlich zurücknehmen – und habe immer etwas übrig für Virtuosen auf dem Piano. Als Ronja mir dann vor kurzem erzählte, dass Tori Amos nach Berlin kommt, war klar: Da komm ich mit! Und gestern war es dann so weit.

Das Konzert fand im Tempodrom statt. Beginn war 20 Uhr, Einlass 19 Uhr. Ronja und ich waren (natürlich) viel zu früh dran und vertrieben uns die Zeit mit leckerem Essen. Beim Einlass wurden wir dann noch gefilzt, hat aber nichts gebracht, die Wasserflasche und Ronjas Fotoapparat haben sie nicht gefunden 😛 (Security: „Haben Sie Flaschen oder Glas?“ Ich: „Glas? Nö, hab ich nicht.“ Security: „Dann können Sie durch!“) Die letzte halbe Stunde vor Beginn wurde mit einem leckeren Eis verbracht, dann stürmten wir auch schon auf unsere Plätze.

Die Vorband gab ein paar wirklich schöne Lieder zum Besten. Den Namen des Sängers – Joshua Radin – behalt ich auf jeden Fall im Kopf. Nach eigener Aussage hat er auch am Soundtrack der Serie „Scrubs“ mitgewirkt – damit ist er schon so gut wie in die Familie aufgenommen!

Nach einer halben Stunde Pause ging es dann endlich los mit Tori Amos. Ihr Programm begann sie mit etwas heftigeren Tönen als denen, die ich von ihr kannte. Das bereitete dem Hörgenuss jedoch keinen Abbruch. Zu Anfang hatte ich mir ja schon so meine Gedanken gemacht, da ich ja nicht ein komplettes Lied von ihr kannte. Aber die Sorgen waren unbegründet. Es fing rockig an und ging dann langsam in Balladen über. Alles wirklich unglaublich schöne Stücke. Nach dem letzten Lied hielt es die Leute dann nicht mehr auf ihren Plätzen – uns übrigens auch nicht – und wir stürmten nach vorne. Da habe ich dann endlich auch mal ihr Gesicht sehen können. Und es hat sich gelohnt: Irgendwie liebe ich es Leuten dabei zuzusehen, wie sie ganz von ihrer Musik mitgerissen werden. Wirklich eines der besten Konzerte, auf denen ich je gewesen bin!

Ein kleiner Absatz soll hier auch noch Toris Flügel gewidmet werden: ein Bösendorfer. Ein schönes wie teures Instrument. Neid!!! Würde ich noch so regelmäßig Klavier spielen, wie ich es früher getan habe, würde ich mir ja auch gerne mal ein Bösendorfer zulegen. Aber wenn die billigsten Flügel 58 000 Euro kosten und die teuersten frei verfügbaren 178 000 Euro, dann… *Kringel in den Augen bekommt*

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