Des Nachts auf Enoshima

Enoshima dürfte der Touristenort Japans sein, den ich bisher am häufigsten besucht habe. Ich liebe diese kleine, am Wochenende vollkommen überlaufene Insel mit ihrer Mischung aus Fischerdorf, Pärchenhuldigungsstätten und dieser neumodern aufgehübschten Grotte ganz am Ende des Wanderweges. Was ich bisher noch nie getan habe: Enoshima bei Nacht besuchen. Bisher war das auch ein wenig attraktive Idee, denn Enoshima ist bei Nacht besonders eins: stockduster. Doch im August diesen Jahres fand 江ノ島の灯籠 (enoshima no tōrō - Enoshima Laterns) statt, was bedeutete, dass die gesamte Insel von Laternen erleuchtet wurde. Die Ankündigung auf der Homepage sah schon einmal sehr vielversprechend aus und so verbrachten Kei und ich einen Abend unseres Sommerurlaubs auf Enoshima:

Während Laternen auf der ganzen Insel aufgestellt waren, gab es die mit den Bildern und kleinen Geschichten drauf nur in der Parkanlage, die extra 200 Yen Eintritt kostet. Nicht viel, also sind wir rein ;)

Im August war übrigens noch schrecklichster Hochsommer! Ich habe geschwitzt, das kann man sich kaum vorstellen. Und nirgends wehte auch nur der kleinste Wind für eine kurze Abkühlung!

Enoshima bei Nacht von Laternen erleuchtet ist an vielen Orten unglaublich romantisch … und an einigen ein wenig gruslig O_o An dem Haus hier sind wir jedenfalls schnellstens vorbeigehuscht!

Die meisten Läden waren bereits geschlossen, obwohl sich doch noch eine beachtliche Anzahl an Touristen durch die Straßen schob. Mein persönliches Lieblingsrestaurant jedoch hatte seine Türen wie immer für uns geöffnet und auch einen Fensterplatz für uns frei :D

Ein kleines, von einer Familie betriebenes Restaurant, das von außen nach nicht viel aussieht, aber das Essen ist köstlich und die Preise – besonders im Vergleich zu den übrigens Restaurants auf der Insel – absolut günstig! Und allein die Aussicht, die einem bei Tag und Nacht von einem der Fensterplätze geboten wird, ist einen Besuch auf jeden Fall wert :D

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“Weg mit Geb” – Der Artikel

Ein wenig verspätet, aber hier auch für meine Leser: der Artikel in der Japan Times zum geb-Problem: klick!

Inzwischen haben sich dem Thema auch ein paar Blogger-Kollegen angenommen:

Gingkoleafs

Tabibito

8900 km. Berlin-東京

ハーフを考えよ – Unser Problem wunderbar verständlich und anschaulich auf Japanisch :D

Und die DPA (Deutsche Presseagentur) hat bei einer unserer Betroffenen Interesse an einem Interview bekundet! Na, das flutscht doch :D

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Die rülpsenden Wutbürger gehen in die nächste Runde!

Hier hatte ich in aller Ausführlichkeit schon einmal über das Namensdebakel, das einen derzeit in Japan erwartet, sollte man nach einer Eheschließung den Namen seines Partners angenommen und dadurch ein “Geb.” im Reisepass stehen haben, berichtet.

Seitdem sind wir in unserer “Weg mit Geb”-Gruppe nicht untätig gewesen und haben eine Facebook-Gruppe gegründet, um betroffenen, interessierten und Leuten mit ganz viel Mitleid für uns ein Forum zum Austausch zu bieten: “Weg mit Geb”-Facebookgruppe

Vor rund zwei Wochen haben vier von uns die Möglichkeit wahrgenommen mit unserer Geschichte mehr Menschen zu erreichen und uns mit einer Journalistin der Japan Times zum Interview getroffen. Der Artikel wird morgen sowohl in der gedruckten, als auch in der Onlineausgabe erscheinen und auf uns, das Problem, unsere Gruppe und *trommelwirbel* unsere Petition aufmerksam machen.

Ja, unsere Petition! Wir haben letztendlich für die Onlineplattform change.org entschieden, da wir damit Leuten, die uns unterstützen wollen, eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit geben, eben dies zu tun. Und hier findet ihr sie:

http://chn.ge/1pX6ZZO?share_id=LbCOkheXUf

Meine Bitte an dieser Stelle: unterschreiben, verbreiten, rumerzählen, aufmerksam machen! Wir freuen uns über jede Stimme! Egal, ob selbst betroffen oder nur voll Sympathie für uns Betroffene *.* Sobald der Artikel online zugänglich ist, werde ich ihn hier auch verlinken ;)

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Die Pikachus überrennen Yokohama

Uiuiuiuiui, jetzt ist der letzte Eintrag doch schon wieder sehr viel länger her als ich geplant hatte. So viel zu wöchentlich wenigstens einem Eintrag *hust* Aber gut, lassen wir das und kommen zu einem Beitrag, der dem Leser, sollte er an diesem Event teilnehmen wollen, jetzt nicht mehr viel bringen -.-; Aber vielleicht findet es ja irgendwann noch mal statt ^^; Ich rede vom Pokėmon-Event in Yokohama, oder besser gesagt dem ピカチュウ大量発生チュウ (pikachū tairyō hassei chū – Yokohama wird überrannt von Pikachus)-Event. Wer sich auch noch auf anderen Japanblogs im Netz herumtreibt wird bereits genug darüber gelesen haben und eigentlich ist ja auch nicht viel zu erzählen außer: Pikachus! Überall!

Und natürlich dürfen wir nicht die Pikachus vergessen, auf die es alle abgesehen hatten: Die Pikachu-Maskottchen!

 

Wie von den Pikachus magisch angezogen überall auch Kinder. Viele. Sehr viele. Ich hätte auf einem Pokémon-Event auch nichts anderes erwartet, trotzdem war ich dann doch ein wenig … nennen wir es mal überfordert :P Und als Erwachsener hatte man bei der geballten Ladung an Kindern auch wirklich gar keine Chance für ein Photo an eines der Pikachus ranzukommen … Na ja … schon okay … *in der Ecke schmollt* Aber die Pikachu-Kostüme waren schon sehr, sehr niedlich, das muss man ihnen lassen!


Ein wenig haben mir die Damen und Herren in den Kostümen ja leid getan. Draußen war es zum Sterben heiß und waren sie erst Mal von einer Traube Kinder umrungen, gab es auch so schnell kein Zurück mehr.

 

Jedem Pikachu stand zwar eine Art Assistent zur Seite, aber auch der hatte gegen die geballte Kraft eines Haufen kleiner Pokémon-Fans nicht immer eine Chance.  Und manchmal kamen dann ja noch die großen Fans hinzu :P

Ansonsten muss ich leider sagen, dass das ganze Event recht chaotisch und unorganisiert gewirkt hat. Es sollten über den Tag mehrere Pikachu-Paraden laufen, aber für die gab es keine festen Zeiten. Es sollte halt alles nach plötzlich von irgendwoher kommenden Massen von Pikachus aussehen, was aber bedeutete, dass es Leute gab – UNS – die nicht eine einzige Parade zu Gesicht bekamen, weil sie wahrscheinlich immer gerade am falschen Ort waren. Nicht einmal der Staff konnte zu den genauen Uhrzeiten der Paraden irgendeine Auskunft geben. Ich möchte nicht wissen, wie viele Eltern gezwungen waren, mehrere Stunden auszuharren, bis der Spross seine Dosis Parade abbekommen hatte.

Dann gab es außer den Pikachus auch nicht viel zu sehen. Ein paar Spiele für Kinder, die vollkommen überlaufen waren und auch mit Pokémon nicht so richtig viel zu tun hatten. Das Pokémon-Center war natürlich auch vollkommen überfüllt. Das Highlight waren vielleicht noch diese beiden Ausstellungsstücke:

 

Ein Pikachu-Kindergartenbus
(Viele Kindergärten in Japan haben einen eigenen Bus, in dem ein Fahrer und jemand vom Kindergarten die Kinder morgens an festgelegten Stellen einsammeln. Sehr praktisch, finde ich!)

 

Ein Pikachu-Auto, das für mich noch 30 Mal cooler gewesen wäre, wenn es ein Elektroauto gewesen wäre!

An den aka renga gab es ein Pikachu-Restaurant, welches dann leider ein ziemlicher Reinfall war, wenn man ein Restaurant wie in den Roppongi-Hills erwartet hat. Es gab stinknormale Pommes und Co., nur das Außenmobiliar war an das Thema angepasst. Es gab aber generell nur wenige Tische und Stühle und da es eher ein Imbiss war, war es auch vergleichsweise schmutzig. Kei und ich zogen es daher vor, in einem ganz normalen Restaurant zu essen :P

Und selbst die Merchandise-Shops waren sehr ernüchternd, weil der Nachschub wohl zu wünschen übrig ließ und es deshalb vieles nicht mehr gab. Ich hasse es, wenn ich unbedingt Geld ausgeben will und dann nichts kaufen kann *grrr*

So, das wären dann kurz meine Eindrücke und Photos von dem Event. Als Reinfall würde ich es jetzt nicht bezeichnen, aber meine Erwartungen waren definitiv etwas zu hoch gesteckt. Außerdem gab es auch einige Bereiche, in denen noch Events stattfanden – wie tanzen mit Pikachus – in denen wir gar nicht waren, vielleicht hätte das dann noch einen anderen Eindruck bei mir hinterlassen. Und diese Veranstaltung hat ja nun auch zum erstem Mal stattgefunden, vielleicht hat man organizationstechnisch was für das nächste Mal dazugelernt … wenn es ein nächstes Mal geben sollte ;)

Name: ピカチュウ大量発生チュウ (pikachū tairyō hassei chū)
Adresse: überall in Yokohama (die Homepage hatte eine übersichtliche Karte)
Eintritt: frei
Dauer: 01.08.2014 bis 31.08.2014
Homepage: http://www.pokemon.co.jp/ex/pthc/info/

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Der Kakegawa-Vogelpark

Wenn es für Ausflüge mal etwas weiter weg gehen soll als Kanagawa und Umgebung, haben wir zwei Möglichkeiten: lange und meist recht treure Zugfahrten oder Ausflug mit Schwiegereltern. Und vor ein paar Wochen unternahmen wir nach langer Zeit mal wieder genau so einen. Es ging in die Präfektur Shizuoka 静岡県 in den dort gelegenen Kakegawa-Vogelpark, kakegawa kachōen 掛川花鳥園.

Wie der Name dem Japanischkundigem verrät, handelt es sich dabei um eine Anlage, bei der sich alles um Vögel und Blumen dreht, wobei die Vögel eindeutig überwogen haben. Die Einrichtung ist so angelegt, dass der Großteil der Vögel sich frei bewegen und man als Besucher mit ihnen interagieren kann, ohne ihnen auf die Pelle rücken zu können. Ich sage “der Großteil”, weil das leider auf die Eulen nicht zutraf. Aber von Anfang an!

Im Hochsommer sollte man, wenn man hitzeempfindlich ist, einen Besuch vielleicht eher vermeiden. Über die Hälfte der Anlage erstreckt sich unter der prallen Sonne und auch der Rest ist nur unwesentlich leicht gekühlt. Ich habe Bäche geschwitzt! Mit 1050¥ ist der Eintritt für japanische Verhältnisse aber sehr günstig und alle Bereiche sind behindertengerecht! Das ist in Japan keine Selbstverständlichkeit und ist mir daher gleich positiv aufgefallen.

Die eher jedem bekannten Vogelarten sind in den Außengehegen untergebracht und können alle mit im Park für 100¥ pro Becher erstandenem Futter gefüttert werden. Bei den Emus konnte man sogar ins Gehege rein, aber für die war ich absolut nicht mutig genug! Dschungelprüfungen hinterlassen doch ihre Spuren :P

Die Enten waren so an das Füttern durch die Besucher gewöhnt, dass sie mit einem mitliefen und an den Schnürsenkeln zogen, bis man ihnen was gab XD Ich frage mich, wie die Pfleger so die Übersicht über die tägliche Futteraufnahme behalten können, aber keines der Tiere sah fett oder unterernährt aus. Was auch immer sie tun, es scheint zu funktionieren.

Die Pelikane konnte man für 500¥ pro Becher mit Fischen füttern. Das fand ich wieder ein wenig verantwortungslos, denn soweit ich weiß, müssen die Pelikane die Fische auf eine bestimmte Art gereicht bekommen, wenn sie aus der Hand gefüttert werden – Kopf des Fisches zuerst – ansonsten besteht Erstickungsgefahr. Es stand zwar eine detaillierte Anleitung zum Füttern der Pelikane neben der Fischbox, aber hält das die Leute wirklich vom Dummsein ab?

Das ERSTE Mal, dass ich früh genug dran war, um einen Lotos, auf Japanisch ren 蓮, in voller Blüte zu sehen!

Die exotischeren Vögel sind alle innerhalb der Anlage in verschiedenen betretbaren Volieren untergebracht. Auch hier kann man wieder jeweils Futter erstehen, welches die Vögel einem freudestrahlend aus der Hand fressen.

Armschutz? Brauch ich nicht! Und jetzt her mit dem Fressen!

Ja, hier versucht gerade jemand eine Pfauenfeder zu stibitzen!

In der Halle streckte sich in der Mitte eine Art See, in dem man viele Fische beobachten konnte und auf dem sich auch eine Menge Pflanzen wohlfühlten. Ich persönlich fand die Anlage sehr, sehr schön aufgemacht. Kinder konnten sich sogar auf eines der riesigen Seerosenblätter setzen und ein Photo von sich machen lassen!

Über den Tag verteilt gibt es – leider teilweise zur gleichen Zeit – verschiedene Shows und andere Events. Flugshows mit Falken und Eulen, Photos zusammen mit Eulen oder Pinguinen – für letzteres muss man allerdings am Morgen Glück haben und eine der 40 Gruppen sein, die zu ihrem Ticket eine Fotoerlaubnis für das Fotoshooting mit den Pinguinen erhalten. Dank der extrem frühen Abfahrtszeit, die Schwiegereltern mal wieder festgelegt hatten, waren wir eine dieser Gruppen! Allerdings war das Ganze dann doch etwas anders, als ich mir vorgestellt hatte. Die Pinguine waren wenig an Menschen gewöhnt, man durfte sich nicht bewegen und nicht zu weit runterbeugen, weil sie einen sonst in die Nase beißen und mein Pinguin hätte mir fast den Zeigefinger abgebissen :P

Der Eintrag ist schon sehr lang, aber ich muss trotzdem auch zu meinem Kritikpunkt kommen: Die Eulen. Ich hatte mich auf die Eulen am meisten gefreut, hätte es aber wissen müssen. Während die anderen Vögel frei durch ihre Volieren fliegen konnten, waren die Eulen entweder in Glasvolieren untergebracht, die nicht gerade viel Platz zum Fliegen boten …

… oder waren an verschiedenen Orten in der Anlage festgebunden, damit man einen guten Blick auf sie hatte.

Ich kann ja verstehen, dass man die Eulen nicht einfach so herumfliegen lassen kann, wie die anderen Vögel, weil sie a) wahrscheinlich die anderen Vögel und auch sich untereinander angreifen würden, und b) sich wahrscheinlich so versteckt halten würden, dass der Besucher sie nicht zu Gesicht bekommen würden. Aber gerade im Vergleich zu den anderen frei in den Volieren herumfliegenden Vögeln, haben mir besonders die  hatte angebundenen Eulen doch sehr leid getan. Man weiß ja auch nicht, wie lange am Tag die da sitzen müssen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie wenigstens nach ein paar wenigen Stunden ausgetauscht werden und abends, wenn keine Besucher mehr da sind, in getrennten Gruppen doch ein paar Runden durch die weitläufigeren Teile der Volieren drehen dürfen …

Trotz dieses Wermutstropfens hatten wir einen sehr schönen Tag dort und es gibt in der Anlage definitiv noch mehr zu entdecken, als ich auf diesem Blog hier in einem leserfreundlichem Rahmen vorstellen kann!

Name: 掛川花鳥園 (Kakegawa Kachōen)
Adresse: 〒436-0024 静岡県掛川市南西郷1517 (Shizuoka-ken, Kakegawa-shi, Minamisaigō 1517)
Eintritt: 1050¥ (Erwachsene), 900¥ (Kinder)
Öffnungszeiten: Wochentags 9:00 – 16:30; Wochenende und Feiertags 9:00 – 17:00
Homepage: http://k-hana-tori.com/

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Angel dir deinen Nachtisch!

Die normalen Greifautomaten mit den Plüschtieren kennt man ja und die gibt es natürlich auch in Japan, aber hier in Yokohama hat sich eine Pâtisserie jetzt gedacht: “Wieso nicht auch mit Kuchen?”, und hat diese Greifautomaten aufgestellt:

 

Ein Automat, an dem man versuchen kann, Kuchen zu angeln! Die Preise liegen zwischen 200 und 300¥. Erfolgsquote? Ich nehme mal an, wie an jedem anderen Greifautomaten auch ^^; Man angelt natürlich nicht nach echten Kuchenstücken, sondern nach Plastikreplika, die man dann, sollte man erfolgreich sein, gegen ein echtes Stück Kuchen eintauschen kann.

Selbiges kann man vor Ort an den bereitgestellten Tischen noch verspeisen oder es sich zum Mitnehmen einpacken lassen. Na dann mal viel Glück! XD

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Und erneut: ein Abschied

Es ist der Abschied, mit dem ich vielleicht am längsten gerechnet habe. Er hat mich trotzdem nicht weniger hart getroffen wie der von Maru und Kira im letzten Jahr und Tetsu Anfang dieses Jahres. Mein Yorkshire Terrier Rocky wurde gestern beim Tierarzt eingeschläfert.

2009.08.2017 Jahre gehörte er in meine Familie. Ich war 12, als meine Eltern ihn als Überraschung für ihre beiden “Biiiiitttttteeeeeeeeee, wir wollen einen Hund und dann auch NIE WIEDER WAS ANDERES!!!!”-Quengeltöchter kauften. Seitdem war Rocky überall dabei. Ein Energiebündel bis ins hohe Alter, begleitete er uns auch viele Jahre mit in unsere Norwegenurlaube und zeigte beim Bergsteigen, dass “Schoßhund” schon mal gar nicht die richtige Bezeichnung für ihn war. Mit dem Alter wurde er ruhiger, gegen Ende schlief und fraß er fast nur noch. Selbst seine über alles geliebten Spaziergänge machten ihm nicht mehr richtig Spaß. Zum Schluss war er einfach nur noch krank.

Jetzt muss ich mich erstmal von den ganzen Verlusten wieder aufrappeln. Das ist es leider mit den Haustieren: Man holt sich viel Freude und Liebe ins Haus – aber dann muss man sie irgendwann gehen lassen. Und egal, wie alt sie an diesem Tag sind, es ist eines der furchtbarsten Gefühle auf der Welt.

Ich war heute auf Arbeit – Was soll ich auch Zuhause rumsitzen, wo ich einfach keine richtige Ablekung finden werde? – aber der ganze Tag fiel mir ziemlich schwer. Die Zeit heilt alle Wunden, aber wenn ich im Dezember meine Eltern besuche und mir kein Rocky aus dem Wohnzimmer entgegen getappelt kommt, wird das noch einmal sehr, sehr hart werden …


Leb wohl, mein kleiner Liebling!


Viel Spaß mit Kira im Hundehimmel :) Und vielleicht …

 

 

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